Tagebücher
 
 

   
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Die 15 Neingespenster

Es waren einmal 15 Nein-Gespenster. Sie hießen Nein-Gespenster, weil sie immer „Nein“ sagten. Wenn zum Beispiel ein Nein-Gespenst ein anderes Nein-Gespenst fragte: „Kann ich mir das Schloss kaufen?“, dann sagten die anderen Nein-Gespenster immer: „Nein!“ Weil, wenn sie „Ja“ gesagt hätten, wäre nur noch dasjenige Nein-Gespenst, das gefragt hätte, auf der Welt. Aber das geschah nie, weil die Nein-Gespenster einen einfachen Trick hatten. Der Trick war, dass sie selber Nein-Gespenster hießen.
Eines Tages sagte eines: „Wir fliegen zu einer anderen Insel.“ Aber da schrien die anderen: „Nein, wie oft müssen wir dir das noch sagen, dass wir immer Nein sagen müssen. Sonst wärst nur noch du auf der Welt, und du könntest unser Schloss nicht alleine bewachen.“ Da entgegnete es: „Geht für ein Jahr weg und dann schaut, wie viel Geld ich erobert habe.“ Sie waren einverstanden, weil sie dachten, das schafft es nie.
So verging ein Jahr und sie kamen wieder ins Schloss zurück. Sie fragten: „Und wie viel Geld hast du?“ Aber niemand antwortete. Die 14 Nein-Gespenster suchten im ganzen Nein-Schloss. Bis eines sagte: Wir müssen ins Schlafzimmer schauen. Und das stimmte. Dort war es mit seinen 15 Geldsäcken. Und es hatte sogar eine Nein-Gespensterfreundin gefunden. Er küsste sie sogar. Der Ober-Nein-Gespensterkönig sagte, wenn ich sterbe, dann bekommst du das ganze Schloss. Das freute es sehr und die Freundin freute es auch sehr.

15 Jahre vergingen! Der Ober-Nein-Gespensterkönig war gestorben. Das Nein-Gespenst mit der Nein-Gespensterfreundin sagte: „Ich bin jetzt der Nein-Gespensterkönig und ich möchte, dass ihr Millionen an Geld bringt.“ Die anderen sagten: „Oh, Oh.“ Sie hatten aber keine andere Möglichkeit. Sie waren 15 Jahre weg. Und sie hatten 15151515-mal so viel Geld. Der neue Nein-Gespensterkönig sagte: „Wir teilen es uns und jeder bekommt ein Zimmer im Schloss.“ Da freuten sich alle und sie machten ein großes Freudenfest. Und zufälligerweise war genau der 15.Dezember.

Kaat