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Pädagogisches Zentrum
Vöcklabruck

SPF - Förderplan

Der Individueller Förderplan – Formale Kriterien und Hilfen

Bedeutung des individuellen Förderplans

„Die Arbeit mit Individuellen Förderplänen dient der besonderen Förderung der Schülerinnen und Schüler. Die Unterrichtsthemen sind mit den in den Individuellen Förderplänen beschriebenen Methoden zu erarbeiten. Ziel ist es, das individuelle Entwicklungspotenzial der Schülerinnen und Schüler auszuschöpfen.“ (E.Feyrer im Erlass 6/2009

Wer erstellt den Förderplan

Das Lehrer/innenteam, das in dieser Klasse unterrichtet. Je nach den jeweiligen Gegebenheiten sind auch die Eltern oder die/der Schüler/in selber einzubeziehen, sowie weitere an der Erziehung oder Therapie beteiligte Personen. Die fachliche Zuständigkeit liegt bei der Sonderschullehrerin bzw. dem Sonderschullehrer. Bei Schülerinnen oder Schülern mit Problemen im sozial-emotionalen Bereich (Verhaltens-SPF) wir der Förderplan von den unterrichtenden Lehrkräften in Zusammenarbeit mit der/dem Betreuungslehrer/in erarbeitet.

Welches sind die formalen Kriterien

Im Erlass zum IFP steht: Formal enthält der Individuelle Förderplan neben den persönlichen und anamnestischen Daten der Schülerin/des Schülers eine klare, übersichtliche und präzise (möglichst knappe) Darstellung

Zusätzlich legt der LSR für OÖ fest:

Verbindlicher Rahmen und Formalkriterien des LSR für O.Ö.:

1. Allgemeine Schüler/innendaten:
Deckblatt: Name, Geburtsdatum, Schullaufbahn, Klassenlehrer/innen, Erziehungsberechtigte, Sonderschullehrer/innen, mitunterrichtende Lehrer/innen, Chronologische Übersicht über Bescheid Daten (SPF,Lehrplanzuordnung und Änderungen der Lehrplanzuordnung)

2. Entwicklungsstand und Lernausgangslage auf Basis von Beobachtungen:
Leistungsstand, Arbeits- und Sozialverhalten, Stärken, Interessen, besondere Fähigkeiten, Kind-Umfeldanalyse (Analyse der persönlichen und umfeldbezogenen Bedingungen)

3. Pädagogisch-unterrichtlich relevante Erkenntnisse aus Gutachten und Befunden: therapeutische Maßnahmen (Datenschutz beachten)

Wer verwendet den Förderplan

Alle in der betreffenden Klasse unterrichtenden Lehrer, sowohl in Integrations- als auch in Sonderschulklassen. Der IFP ersetzt die Lehrplanbestimmungen nicht, sondern ist ein prozessorientiertes, ergänzendes Instrumentarium für den Unterricht. Er ersetzt auch nicht die tägliche/wöchentliche Vorbereitung.

Wie erstelle ich einen Förderplan

Erhebung anamnestischer Daten, Einbeziehung eventuell vorhandener medizinischer oder psychologischer Gutachten.
Nach einer ausreichenden Beobachtungsphase (4 bis 6 Wochen) Erstellung einer umfassenden Förderdiagnose (eventuell mit Hilfe verschiedener förderdiagnostischer Skalen/Hilfsmittel)
Daraus resultiert die präzise Beschreibung des pädagogischen Ist-Zustandes und die Festlegung der Förderziele. Sie sollen realistisch sein, unterteilt in kurz- und langfristige Ziele, überprüfbar, in wertschätzender Sprache formuliert. Ein geplanter Zeitraum zur Erreichung der Ziele soll festgelegt werden.
Prozessbeobachtung, Überprüfung oder Adaptierung der Ziele bzw. der vereinbarten Maßnahmen soll regelmäßig erfolgen. In Folge werden neue Ziele und entsprechende Zeiträume festgelegt.

Weitergabe der Förderpläne bei Schulwechsel

Um die Kontinuität der Fördermaßnahmen zu gewährleisten, ist der individuelle Förderplan unter Wahrung des erforderlichen Datenschutzes an die aufnehmende Schule weiterzugeben. Externe Gutachten dürfen nur mit Zustimmung der Eltern weitergegeben werden.

Erlass Individueller Förderplan/Rundschreiben 6/2009

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